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für Gründerinnen

Von freelancermap

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfinden über die Hälfte aller Angestellten ihre Tätigkeit als psychisch stark belastend. Gründe dafür sind vor allem Arbeitsintensität, Konflikte und geringe Autonomie. Eine Studie des Marktforschungsinstituts Innofact AG und der ias Stiftung Ende 2024 gibt an: über 50 Prozent der Führungskräfte in großen Unternehmen (>200 Mitarbeitende) sehen eine Zunahme der psychischen Belastung der Belegschaft. Auch Zahlen von Statista zeigen, dass jede:r Zweite wegen Überlastung ans Kündigen innerhalb der nächsten zwölf Monate denkt. Diese Zahlen werfen die Frage auf, ob nicht die Arbeit an sich, sondern die Form der Arbeit krank macht. Ein Gegenmodell zu dieser Abhängigkeit bietet das Freelancing.

Freelancing als Befreiungsschlag

Eine neue Umfrage von freelancermap, der größten Freelancing-Plattform im deutschsprachigen Raum, zeigt nun: Auch wenn die Solo-Selbstständigkeit eigene Herausforderungen mit sich bringt, erleben viele den Wechsel als Befreiungsschlag.

Von den knapp 2.000 befragten Freelancern gaben fast vier von fünf an, zuvor fest angestellt gewesen zu sein. Rund acht Prozent dieser Gruppe erklärten, dass sie die Festanstellung aufgrund psychischer Belastung wie Stress oder Burnout aufgegeben haben. Für diese Betroffenen war der Schritt in die Solo-Selbstständigkeit überwiegend ein Gewinn: 83 Prozent berichten, dass sich ihr Leben seitdem positiv verändert hat, bei 13 Prozent gab es keine Veränderung, nur gut vier Prozent erlebten eine Verschlechterung.

Raus aus dem Hamsterrad: mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit

Auch Zahlen aus dem Freelancer-Kompass 2025, der größten Befragung von Freelancern, Freiberuflern und Selbstständigen im deutschsprachigen Raum, bestätigen dieses Bild: 81 Prozent sind mit ihrer Rolle zufrieden, 86 Prozent würden sich jederzeit wieder selbstständig machen. Dabei gehören Entscheidungsfreiheit (64 %), freie Zeiteinteilung (54 %) und ortsunabhängiges Arbeiten (48 %) zu den meistgenannten Gründen.

„In der Festanstellung funktionierte ich nur noch – nicht wegen Überlastung, sondern weil ich kaum noch Wirkung hatte. Ich entfremdete mich von meinem Anspruch bis ich kurz vor der Erschöpfung stand. Für mich war klar: Auch mit einem Stellenwechsel lande ich irgendwann im selben Hamsterrad“, sagt Sarina Keller, eigenständige Coach und Consultant und Teilnehmerin der Umfrage zur mentalen Gesundheit. „Mit der Selbstständigkeit kann ich mich jetzt klarer abgrenzen, werde als externe Beraterin anders wahrgenommen und kann mit weniger Druck sinnstiftende Arbeit leisten.“

„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: Selbstständigkeit kann ein wirksamer Schritt sein, um im Beruf wieder mehr Eigenkontrolle zu gewinnen“, sagt Thomas Maas, CEO von freelancermap. „Freelancer arbeiten eigenverantwortlich, wählen ihre Projekte bewusst aus und können Grenzen klarer ziehen. Auch wenn die Selbstständigkeit Herausforderungen mit sich bringt: Die Selbstbestimmung und Fokussierung auf das, was man wirklich machen will, sind es, was die mentale Gesundheit stärkt.“

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