Von der IHK Hannover in Göttingen
Die Neugründungen in den Landkreisen Göttingen und Northeim des Bezirks der IHK Hannover bleiben im Jahr 2024 mit 2.500 neuen Betrieben weiter auf einem hohen Niveau, auch unter schwierigen Rahmenbedingungen und in einem abgekühlten konjunkturellen Umfeld. Auf den Landkreis Göttingen entfallen 1.732 und auf den Landkreis Northeim 768 Gründungen. Die Gründungsbilanz als Saldo aus Neugründungen und Betriebsaufgaben ist mit einem Plus von rund 530 neuen Unternehmen weiter positiv. Im Landkreis Göttingen geht sie jedoch aufgrund steigender Zahlen bei Geschäftsaufgaben und Insolvenzen deutlich zurück. Im Landkreis Northeim steigt erfreulicherweise die Differenz zwischen Gründungen und Geschäftsaufgaben um über 50 %.
„Es ist sehr ermutigend, wenn trotz Krisen eine hohe Anzahl von Gründerinnen und Gründern ihre Ideen zu einem Geschäftsmodell machen. Das ist ein klarer Beleg für die hohe Attraktivität Südniedersachsens als Wirtschaftsregion. Die vielen Geschäftsaufgaben und steigenden Insolvenzen sind allerdings ein ebenso klares Signal aus der regionalen Wirtschaft, dass die Politik die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften verbessern und notwendige Strukturreformen anpacken muss, um positive konjunkturelle Impulse zu setzen“, sagt Christian Grascha, Leiter der Geschäftsstelle der IHK Hannover in Göttingen.
Die aktuellen Daten des Landesamtes für Statistik weisen für die Landkreise Göttingen und Northeim im IHK-Bezirk Hannover im Jahr 2024 insgesamt 2.500 Neugründungen und 1.971 Geschäftsaufgaben aus, im Saldo also 529 neue Unternehmen.
Größte Gruppe ist traditionell der Handel (Groß- und Einzelhandel) mit allein 608 Anmeldungen. Zweitgrößte Wirtschaftsgruppe mit 414 Gründungen sind die wirtschaftlichen Dienstleistungen (Zeitarbeit, Wachdienste, Garten- und Landschaftsbau etc.), gefolgt von personenorientierten Dienstleistungen (Bildung, Gesundheit, Sport, Unterhaltung) mit 384 Gründungen.
Die Dienstleistungen haben sich in den letzten Jahren im Vergleich zur Industrie stabil entwickelt. Der deutlich rückläufige Wohnungsbau hat im Jahr 2024 dagegen dazu geführt, dass es in den Landkreisen Göttingen und Northeim im Baugewerbe 183 Gewerbeabmeldungen gab.