Aktuelles

für Gründerinnen

5. OWL Startup Monitor 2025:

  • Gründungsdynamik kehrt zurück
  • Bielefeld und Paderborn als stärkste Standorte
  • Kooperationen mit Mittelstand steigen entgegen des Bundestrends
  • OWL bleibt B2B-Hochburg
  • Internationalisierung und Kapitalzugang bleiben zentrale Hebel für Wachstum

Die Gründungsaktivität in Ostwestfalen-Lippe (OWL) zieht wieder an: die Zahl aktiver Startups steigt um 6 % auf 340. Mit 16,4 Gründungen pro 100.000 Einwohner zeigt die Region laut dem OWL Startup Monitor 2025 eine stabile Gründungsaktivität im deutschlandweiten Vergleich. Die Studie wird von der Founders Foundation in Kooperation mit dem Startup-Verband veröffentlicht und beleuchtet zum fünften Mal die Entwicklungen des regionalen Startup-Ökosystems.

Mittelstand als Stärke und Sprungbrett

Die Nähe zu mittelständischen Kunden bestimmt das regionale Gründungsgeschehen. 55 % der Gründer:innen in OWL bringen Berufserfahrung aus dem Mittelstand mit – eine Grundlage für erfolgreiche Kooperationen und praxisnahe Produkte. 83 % der Startups fokussieren sich auf spezialisierte Nischenmärkte, während es bundesweit nur 62 % sind.

In OWL ist Unternehmertum kein Modethema, sondern tief in der Wirtschaftskultur verankert. Die Gründer:innen hier denken aus der Praxis heraus, kennen ihre Kund:innen – und schaffen Lösungen, die direkt im Mittelstand Wirkung entfalten. Diese Kundennähe ist unser größtes Kapital

Kooperationen steigen – entgegen dem Deutschlandtrend

In den aktuell konjunkturellen Unsicherheiten blickt nur noch jede:r Zweite (52 %) optimistisch in die Zukunft – dennoch wächst die Zahl der Kooperationen mit etablierten Unternehmen deutlich: von 55 % auf 68 % seit 2023. Deutschlandweit ist der Wert im selben Zeitraum von 62 % auf 56 % gesunken.

In OWL haben wir in der Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt, dass wir Unternehmertum und wirtschaftliche Erneuerung können. Genau das müssen wir jetzt wieder unter Beweis stellen. Die Region hat hier einen klaren USP: das enge Zusammenspiel zwischen etabliertem Mittelstand und jungen Tech-Unternehmen. Die Nähe schafft Vertrauen und kurze Entscheidungswege – so können Startups mit großen Kunden schnell wachsen und Etablierte bleiben am Puls der Zeit.

Vertrieb bleibt Herausforderung – und Standortvorteil

70 % der Startups nennen den Vertrieb als größte Hürde, gleichzeitig bietet OWL genau hier Standortvorteilel. Für OWL spricht dabei die Kundennähe: 38 % der Gründer:innen sehen sie als entscheidenden Standortvorteil (Deutschland: 15 %). Der enge Zugang zu Industrie und Mittelstand bleibt damit ein Alleinstellungsmerkmal.

Ostwestfalen-Lippe zeigt, dass erfolgreiche Startup-Ökosysteme nicht zwingend in Metropolen entstehen müssen. Hier sehen wir ein starkes Beispiel, wie regionale Nähe, industrielle Kompetenz und stabile Netzwerke ein innovationsfreundliches Umfeld schaffen.

Finanzierung und Internationalität als Zukunftsaufgaben

Die Kapitalbasis in der Region bleibt solide, aber ausbaufähig: Nur 49 % der Startups setzen auf externes Kapital (Deutschland: 63 %). Das steht für unternehmerische Unabhängigkeit, zeigt aber auch Potenzial: Das größte Entwicklungspotenzial zeigt sich bei strategischen Investoren, die sich 34 % wünschen, aber bisher nur 7 % an Bord haben.
Zugleich zeigt der Monitor, dass die Region bei der Internationalität noch am Anfang steht: Nur 24 % der Mitarbeitenden in Startups kommen aus dem Ausland, und in lediglich 17 % ist Englisch die Alltagssprache. Gründer:innen schätzen die Lebensqualität (84 %) und Karrierechancen (71 %) der Region zwar hoch ein, sehen aber Nachholbedarf bei gesellschaftlicher Offenheit (42 %) und der Attraktivität für internationale Talente.

Wenn wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben wollen, müssen wir nicht nur unsere Stärken – Kooperation, Kundennähe, Pragmatismus – weiter ausbauen, sondern auch internationaler denken. Wir brauchen mehr Diversität, mehr Offenheit, mehr Mut, OWL als global sichtbaren Startup-Standort zu positionieren

OWL Startup Monitor 2025

Über den OWL Startup Monitor:

Der OWL Startup Monitor wird seit 2019 jährlich von der Founders Foundation in Kooperation mit dem Startup-Verband veröffentlicht. Die Studie liefert detaillierte Einblicke in das Startup-Ökosystem Ostwestfalen-Lippe – von Gründungsaktivität über Finanzierungsstrukturen bis hin zu Kooperationen und Internationalität.

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