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für Gründerinnen

Gründerinnen von Startups werden in der Corona-Krise vor besondere Herausforderungen gestellt. Fast siebzig Prozent der befragten, von Frauen geführten Unternehmen sehen negative Auswirkungen der Pandemie auf ihren Betrieb. Umsatzrückgange (66,3%), Ausfall von Veranstaltungen (62,5%) und Verzögerung von Aufträgen (61,5%) werden als häufigste Ursachen genannt.

Gleichzeitig verschärft sich in der Krise das Problem der Vereinbarkeit von Unternehmen und Familie. Über 60% der Gründerinnen mit Kind mussten ihre Arbeitszeit deutlich reduzieren, während Gründerinnen ohne Kind sogar länger arbeiten als vor der Krise, mit entsprechenden Folgen für die “Work-Life-Balance”. Diese Daten ergeben sich aus einer aktuellen Blitzumfrage unter 155 Gründerinnen, die heute zusammen mit dem dritten “Female Founders Monitor” in Berlin vorgestellt wurde.

Die wesentlichen Ergebnisse des dritten „Female Founders Monitor“:

  • Frauen sind im Startup-Ökosystem nach wie vor stark unterrepräsentiert: Der Anteil der Gründerinnen liegt in Deutschland bei nur 15,7% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert (15,1%).
  • Insbesondere beim Zugang zu Finanzmitteln herrscht ein erkennbarer “gender bias”: Nur 5,2% der frauengeführten Startups haben bisher Investments von über einer Million Euro erhalten. Dagegen konnten immerhin 27,8% der männlichen Teams entsprechend große Finanzierungsrunden durchführen.
  • Ein Grund für die Unterschiede ist der für Frauen schwierigere Zugang zu Kapitalgebern. 56,7% der frauengeführten Startups bewerten ihren Zugang zum Investmentsektor als schlecht – bei den Männerteams sind es nur 36,7%. Laut Corona-Blitzumfrage geht die Hälfte der Gründerinnen (49,7 %) davon aus, dass sich durch die Krise ihr Zugang zu Kapitalgebern weiter verschlechtern wird.
  • Bei der Gründung von Startups durch Frauen spielen übergeordnete gesellschaftliche Ziele eine wichtige Rolle. So engagieren sich weibliche Teams häufig im Gesundheitssektor, im Bereich Social Entrepreneurship und der Green Economy.

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie a.D.: „Die Startup-Szene braucht vor allem eins: mehr Frauen! Ihr Anteil liegt bei nur bei knapp 16 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr kaum angestiegen. Im Startup-Bereich wiederholt sich damit, was wir von den Führungsetagen unserer großen Konzerne kennen – Frauen sind enorm unterrepräsentiert. Wenn wir wollen, dass unsere Wirtschaft stark bleibt, müssen wir unsere Anstrengungen erhöhen, Gründerinnen gezielter fördern und damit die Grundlage für eine offene Arbeitswelt von morgen schaffen.“

Dr. Gesa Miczaika, Co-Founder Auxxo Beteiligungen und Vorstandsmitglied des Startup-Verbands: „Wie der diesjährige Female Founders Monitor zeigt, stehen wir erst am Anfang eines langen Weges. Wir müssen strukturelle Barrieren abbauen, die Netzwerke von Gründerinnen stärken und uns insgesamt von gesellschaftlichen Stereotypen lösen. Nur so können wir Frauen im Startup-Bereich entscheidend voranbringen und sie beim Aufbau erfolgreicher und zukunftsfähiger Unternehmen unterstützen. “

Mayra Frank, Google for Startups: „Auch wenn die Zahlen nur sehr langsam steigen: Immer mehr Frauen gründen Unternehmen in Deutschland. Und das mit großem Potential. Der Unternehmergeist, die Ambition und der Erfolg der Gründerinnen, mit denen wir in unseren Programmen bei Google for Startups zusammenarbeiten, lässt uns optimistisch auf die Zukunft blicken. Das Wichtigste ist jetzt, aufstrebende Gründerinnen durch gezielte Maßnahmen weiter zu unterstützen und damit einen Beitrag zu einem offenen und integrativen Startup-Ökosystem in Deutschland zu leisten.“

Den vollständigen „Female Founders Monitor“ ebenso wie die wichtigsten Ergebnisse der Corona-Blitzumfrage finden Sie hier: femalefoundersmonitor.de/female-founders-monitor-2020/

Über den „Female Founders Monitor“
In Kooperation mit Google for Startups veröffentlicht der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) heute den dritten „Female Founders Monitor“. Dieser versteht sich als die zentrale Studie zur Bedeutung von Frauen für Startup-Gründungen in Deutschland und  basiert auf einer Untersuchung von 1.911 Startups. Die Studie stellt die Bedeutung von Gründerinnen, ihre Motive und Herausforderungen in den Mittelpunkt, um wichtige Impulse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu setzen.

Über die Corona-Blitzumfrage
In Ergänzung zum “Female Founders Monitor” wurde im Zeitraum vom 17. bis 26. Juni 2020 eine Befragung im Netzwerk des Startup-Verbandes sowie von Google for Startups durchgeführt, an der 155 Gründerinnen teilgenommen haben.

Über den Startup-Verband
Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein ist der Repräsentant und die Stimme der Startups in Deutschland. Er erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit. Er wirbt für innovatives Unternehmertum und trägt die Startup-Mentalität in die Gesellschaft. Der Verein versteht sich als Netzwerk der Startups in Deutschland.

Über Google for Startups
Google for Startups unterstützt Startups auf der ganzen Welt: Das Team stellt insbesondere umfassendes Know-How, ein weltweites Netzwerk sowie Technologie bereit, um Startups weiter zu bringen. In Deutschland widmet sich Google for Startups seit zwei Jahren schwerpunktmäßig der Förderung von Gründerinnen. Um die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Gründerinnen zu adressieren, die jährlich im Female Founders Monitor identifiziert werden, wurde ein eigenes Female Founders Immersion-Programm entwickelt. Dieses unterstützt von Frauen geführte Startups mit hohem Wachstumspotenzial.

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