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für Gründerinnen

Ein Beitrag von Kristin Woltmann, Holistic Business Coach

Egal, was wir glauben oder von uns behaupten: Wir haben eine Geldbeziehung, Geld lässt uns nicht kalt. Nie. Wir können Geld ablehnen, wir können Geld wollen, wir können viel Geld haben, wir können extrem sparsam sein – immer macht es etwas mit uns. Wir leben mit Geld in einer Beziehung. Wie gut sie ist, liegt an uns.

Schon beim Blick auf das Konto kommt ein Gefühl in uns hoch: Freude, Angst, Ärger – je nachdem. Ist es Angst oder Ärger, dann steckt meist ein weit verbreitetes Problem dahinter: Beziehungsstress. Oft sind es unbewusste Gedanken und Gefühle, die unser Verhältnis zum Geld beeinflussen – und damit auch den Kontostand. Gerade Unternehmer*innen tun gut daran, diese Beziehung zu klären.

Es gibt fünf Anzeichen dafür, dass Du ein grundsätzliches Problem mit Geld hast:

  • Du hast keinen Überblick über Deine Finanzen und weißt nicht, wie viel auf Deinem Konto ist.
  • Du hast Angst vor der nächsten Steuererklärung.
  • Du sprichst abwertend über Geld oder am besten gar nicht.
  • Du findest grundsätzlich alles zu teuer und steckst tief in Geldmangel-Gedanken.
  • Neidisch beäugst Du andere Menschen, die Geld haben und spürst Unmut, weil Du Dir vieles, was Du Dir wünschst, nicht leisten „kannst“.

Aber wieso ist das so? Frauen und Finanzen – Money-Love: So rettest Du Deine Geldbeziehung

Und was kannst Du dagegen tun? Meistens haben sich schon in unseren jungen Jahren Glaubenssätze manifestiert, die später mit dafür verantwortlich sind, wie wir mit Geld umgehen. Die ersten prägenden Geldbotschaften bekommen wir im Elternhaus: „Geld verdirbt den Charakter“, „Geld macht nicht glücklich“, „Über Geld spricht man nicht“, „Ich bin doch nicht Krösus“, „Für Geld muss man hart arbeiten“. Reiche Menschen – alles Egoist*innen.

Später kommen Beobachtungen und Begegnungen dazu, prägen unsere Einstellung weiter: „Geld? Interessiert mich nicht“, sagt jemand, den wir bewundern, „Ich brauche nicht viel für mich“, gibt sich der Studienkollege bescheiden und spendet vom Zuverdienst in der Kneipe noch an Terre des Hommes. „Über Geld spricht man nicht, das hat man“, sagt ein anderer. Er fährt im dicken Benz davon und wir denken: „Wie unsympathisch.“

All das setzt sich tief in uns fest. Prägt unsere Beziehung zu Geld nachhaltig.

Pro Tag denken wir 50.000 bis 60.000 Gedanken – 95 Prozent davon automatisch, unbewusst. Wie wir unseren Kaffee kochen, wie wir den Weg zur Arbeit meistern, wie wir unsere Blumen gießen – all das passiert ohne bewusstes Nachdenken. Auch beim Thema Geld ist ein Teil unserer Gedanken im Unterbewusstsein verankert. Erst, wenn wir diese gefühlsmäßigen Zuschreibungen hinterfragen, können wir unsere Beziehung zum Geld retten.

Ich vergleiche die Beziehung zum Geld mit einer Liebesbeziehung. Warum? So viele von uns sehnen sich nach dem perfekten Partner oder der Partnerin. Romantisch soll die Beziehung sein, getragen von gegenseitiger Aufmerksamkeit und Respekt. Wir geben uns Mühe. Wir werfen uns in Schale, wir beschäftigen uns intensiv miteinander, wir reden. Und wenn alles nicht hilft, gehen wir zur Paartherapie. Weil wir wissen: Andernfalls geht die Beziehung in die Brüche und wir stehen ohne Partner oder Partnerin da.

Wie ist das mit Geld? Wer schenkt seinem Geld schon genug Aufmerksamkeit und nimmt sich regelmäßig Zeit für ein Date mit dem Money? Es sind die wenigsten. Dabei gilt genauso: Wer sich nicht um die Beziehung kümmert, darf sich nicht wundern, wenn das Geld andere Wege geht, der Dispo stehts am Limit ist und der große Gewinn ausbleibt.

Hier kommen einige Impulse, um Deinem Gefühl zum Geld auf die Spur zu kommen und aus einer mittelmäßigen Beziehung eine Lovestory zu machen:

Nimm Dir 15 Minuten Zeit und schreibe die Glaubenssätze auf, die Dein Verhältnis zum Geld geprägt haben. Wenn Du glaubst, dass sie Dir nicht guttun, mach Dir klar: Du kannst und darfst diese alten, Dich limitierenden Dogmen auflösen und in ein anderes, neues Geldbewusstsein umwandeln. Deine Gedanken über Geld und die daraus resultierenden Gefühle sind der Anfang.

Ob sie positiv und wohltuend sind oder negativ und einengend, unsere Geldbeziehung, das entscheidest nur Du selbst.

Genauso bestimmt unser Umgang mit Geld unseren wirtschaftlichen Erfolg. Ein gutes Finanzmanagement ist entscheidend – sowohl als Unternehmer:in als auch privat. Und es kommt selbst auf Kleinigkeiten an. Das alte, löchrige Portemonnaie strahlt alles andere als Wohlstand aus. Vielleicht wird es Zeit, dem lieben Bargeld ein neues Zuhause zu geben! Ein altes Sprichwort besagt: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert“. Da ist was dran!

Übrigens bekräftigen wir Geldmangel auch durch ein extrem sparsames Verhalten. Wenn Du Geld krampfhaft festhältst und jeden Cent sparst, steckt letztendlich Angst, nicht Cleverness dahinter. Es ist wie

Frauen und Finanzen – Money-Love: So rettest Du Deine Geldbeziehung

Kristin Woltmann / Foto Anna Haußdörfer

das Klammern an Deinen Partner bzw. Deine Partnerin. Wer Geld nicht bewusst fließen lassen kann, hat wiederum ein Vertrauensproblem in der (Geld-)Beziehung und sollte achtsam hinschauen.

Gleiches gilt fürs Geld verdienen! Verkaufst Du Dich unter Wert in Deinem Job oder bekommst Du das, was Du für Dich und Deine Arbeit siehst? Bescheidenheit ist keine Tugend, es ist ein offensichtliches Geldthema, das letztendlich zu andauernder Unzufriedenheit führt und an Dir nagt. Es ist an der Zeit, ein Gleichgewicht zu schaffen, sonst schwächt es den Selbstwert und die Beziehung.

Das Aufspüren sämtlicher Missstände in der Geldbeziehung ist deshalb bereits der Weg zur Besserung. Überall, wo Geld noch ein ungutes Gefühl hervorruft, lohnt es sich hinzuschauen. Auch wenn es unangenehm ist. Denn Ehrlichkeit ist in jeder Beziehung ein Schritt nach vorn und das A und O für eine richtig gute Bindung.

Kristin Woltmann

Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz als Holistic Business Coach begleitet die studierte Betriebswirtin und Marketing-Expertin Kristin Woltmann Frauen auf dem Weg zu ihrem eigenen erfolgreichen Business.

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