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für Gründerinnen

Das Handwerk ist keine Männersache! Es gibt verschiedene Bereiche, in welchen Frauen sich immer häufiger selbstständig machen. In diesem Ratgeber geht es darum, wie man eine Handwerkerin wird und welche Herausforderungen zu beachten sind.

Das Handwerk in Deutschland

In Deutschland gibt es circa eine Million handwerkliche Betriebe, was aus einer Statistik des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) hervorgeht. Diese Betriebe sind in Deutschland für die Ausbildung von circa 370.000 Auszubildende verantwortlich. Das Handwerk hat einen erheblichen Einfluss auf die Wirtschaft. Die Selbstständigkeit in diesem Sektor ist von Vorteil!

Die wesentlichen Herausforderungen bei einer Gründung

Aktuell sind 147 Berufe hierzulande bei der ZHD als Gewerbe eingetragen, davon sind 42 Berufe gänzlich zulassungsfrei. 53 Berufe sind aber zulassungspflichtig und weitere 52 sind als handwerksähnliche Gewerbe eingetragen. Eine vollständige Liste ist auf der Verbandsseite nachzulesen.

Wie kann man sich in einem zulassungspflichtigen Beruf selbstständig machen?

Sollte eine Zulassungspflicht bestehen, dann muss sich für die Handwerksrolle eingetragen werden, hierfür ist wiederum ein Nachweis der Qualifikation nachzuweisen. Für gewöhnlich wird der Meistertitel oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgesetzt. Je nachdem sind aber auch Ausnahmen möglich, welche es vorab zu prüfen gilt.

Eine Ausnahme besteht beispielsweise, wenn jahrelange Berufserfahrung vorhanden ist und in einer leitenden Position gearbeitet wurde. Eine Eintragung ohne Meisterbrief muss aber begründet werden – dafür geben die Handwerkskammern Tipps.

Sollte die Eintragung gelingen, dann ist mit Kosten zwischen 50 und 100 Euro zu rechnen, was regional variiert. Die Kosten sind nur dann höher, wenn sich eine Personengesellschaft eintragen lassen möchte oder ein Unternehmen mit Betriebsleiter/in. Bei der örtlichen Handwerkskammer kann sich diesbezüglich erkundigt werden.

Zugleich gibt es wiederum 41 Berufe, welche mit einer Meisterpflicht versehen sind. Doch auch hier gibt es wieder Ausnahmen, so zum Beispiel, wenn sechs Jahre als Geselle in dem Beruf gearbeitet worden sind und vier davon in einer leitenden Position. Eine Ausnahme besteht auch dann, wenn die Meisterprüfung eine unzumutbare Belastung darstellt – in diesem Fall entscheidet jede Handwerkskammer nach Ermessen.

Handwerkerinnen können durch Förderprogramme profitieren

Existenzgründerinnen können durch Förderprogramme profitieren, welche aber je nach Bundesland unterschiedlich sind. Es ist aber wichtig, zu wissen, welche Art von Förderung benötigt wird. Es gibt so zum Beispiel auch die Investitionsförderung. In diesen Fällen handelt es sich für gewöhnlich um ein einfaches Darlehen.

Dieses Geld wird dann dafür aufgewendet, um Maschinen oder Utensilien zu kaufen. In diesem Fall ist es somit sinnvoll, dass sich auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen wird. Eine CNC-Drehmaschine gebraucht oder CNC Bohrwerke gebraucht zu kaufen, kann für eine Ersparnis im vierstelligen Bereich sorgen. Dieses Geld kann dann wiederum für Beratungen aufgewendet werden, um daraus die nächsten Schritte einzuleiten.

Zu Beginn wichtig: einen Businessplan anfertigen

Die erste Aufgabe als zukünftige Handwerkerin ist es aber, dass ein Businessplan angefertigt wird. Hierin sollten Kalkulationen aufgestellt werden, mögliche Mittel zur Kundengewinnung und Randinformationen, wie sich das Unternehmen langfristig finanzieren soll.

In jeden Businessplan sollten sieben Punkte genannt werden:

  • Projektüberblick: Geschäftsidee, um was handelt es sich?
  • Gründerinnen: Vorstellung mitsamt beruflichen Qualifikationen, Erfahrungen …
  • Angebot: Der Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal, weshalb das eigene Unternehmen erfolgreich werden wird
  • Erklärung: Wie soll sich der Betrieb organisieren, welche Rechtsform wird angemeldet und sollen Mitarbeiter/innen eingestellt werden?
  • Skizzieren: Wie ist der Markt beschaffen, welche Dienstleistungen oder Produkte werden angeboten?
  • Strategie: Der Erfolg eines Produktes hängt vom Preis und dessen Bekanntheit ab.
  • Risiken: Welche Risiken könnten bestehen?

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