Aktuelles

für Gründerinnen

Frau Lätsch, wie versuchen Sie mit der aktuellen Krise in Bezug auf Ihr Unternehmen umzugehen?

Ich möchte diese Frage gerne umformulieren, denn ich versuche nicht mit der Situation umzugehen sondern ich gehe mit der Situation um, und zwar so flexibel, wie es gerade gefordert und angebracht ist. Dazu gehört für mich ein Annehmen der Situation, ein Ausloten der Möglichkeiten unter den Gegebenheiten und für mich die ganz klare Entscheidung weiterzumachen. Ich bin mit meinem Angebot recht breit aufgestellt, sodass ich beispielsweise meine Kurse gerade nicht geben darf aber weiterhin Coachings online gebe und diese auch bei Spaziergängen im Wald weiterhin anbiete. Klar, Teambuilding in Unternehmen, Kurse und Reiki Behandlungen darf ich gerade nicht geben, das tut natürlich finanziell weh. Aber ich Konzentriere mich auf die Dinge die ich weiterhin anbieten kann. Dazu gehört das Business- und Life-Coaching auf ganzheitlicher Basis.

Und gerade in Zeiten einer Krise ist es wichtig, Halt und Orientierung zu geben und finden. Menschen dabei zu helfen die Situation im Außen anzunehmen und zu schauen, was gerade machbar ist. Dazu gehört auch, das ich mit meinen Klienten gemeinsam durch starke Ängste gehe. Dabei ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit, dass man mit den eigenen Gefühlen in Kontakt kommt, sie anschaut und vor allem dahinter schaut, um dann zu entscheiden, was brauche ich und mein Unternehmen, um stabil zu sein. Außerdem hilft es, wenn nicht jeder das Rad noch einmal erfindet.

Meine Kurse online zu geben, war für mich zum Beispiel keine Option, weil es so viele wirklich sehr gute Online-Klassen gibt, sodass ich meine Energie lieber in die persönlichen Coachings gebe.

Wie schaffen Sie es, sich jeden Tag wieder zu ermutigen und weiterzumachen?

Diese Frage hat sich mir gar nicht gestellt. Ich fühle mich weder entmutigt noch habe ich darüber nachgedacht nicht weiterzumachen. Ganz im Gegenteil, ich fühle mich durch die Situation herausgefordert und mache deshalb weiter, so gut es eben geht. Ich sehe die Chance in der Krise und freue mich über jeden Tag, jeden Klienten und jeden Auftrag. Ein wichtiger Bestandteil meines Tages ist meine morgendliche Routine, die natürlich Yoga und Meditation beinhaltet. Das hilft mir in gutem Kontakt mit mir selbst zu sein und aus mir heraus gute Entscheidungen zu treffen. Das empfehle ich jedem, ob nun in Zeiten der Krise oder im Alltag.

Hatten Sie finanzielle Einbußen und haben Sie diese durch Soforthilfen oder andere Unterstützungsmaßnahmen mindern können?

Natürlich habe ich finanzielle Einbußen, dadurch dass ich meine Kurse nicht geben kann, Aufträge von Unternehmen auf unbestimmte Zeit verschoben wurden… Das tut natürlich weh, gerade in er Anfangszeit. Ich habe die Soforthilfen bei Land & Bund beantragt und zumindest einen recht kleinen Teil dadurch auffangen können.

Haben Sie die Möglichkeit neue Ideen und Impulse umzusetzen, um Ihr Unternehmen der Situation anzupassen?

Das gehört für mich zum unternehmerischen Denken dazu.Schauen, was gerade möglich und erlaubt ist, darauf fokussieren und natürlich Kontakte zu anderen Unternehmern, mögliche Synergien finden, Kräfte bündeln und gemeinsam stark sein. Nicht jede/r muss alles alleine und selbst tun, weder in Corona Zeiten noch sonst… Außerdem ist es eine schöne Zeit, um zu schauen und zu spüren, ob das was ich gerade tue das richtige ist und was man sonst noch in die Welt bringen möchte.

Bei mir ist es mein Podcast, der endlich geboren werden will… Eine Idee die ohne Corona wahrscheinlich noch nicht so ausgereift wäre. Somit freue ich mich, dass die 1. Folge meines Podcast am 7. Mai 2020 auf Spotify und iTunes erscheint. Neuigkeiten dazu gibt es auf meiner Webseite www.astrid-laetsch-coaching.de und natürlich auf Facebook und Instagram.

Ihr Tipp an andere Unternehmerinnen und Gründerinnen für die kommende Zeit!

  1. Höre auf dein Gespür!

Es wird dir sicher zeigen, was gerade sinnvoll ist und was nicht.

  1. Blinder Aktionismus ist aus Angst heraus geboren.

Meistens hilft es, einen Schritt raus aus der Angst und der Situation zu gehen, das Ganze mit etwas Abstand zu betrachten und dann besonnen nach dem eigenen Gespür zu handeln.

  1. Du musst nicht alles alleine schaffen und machen.

Hol dir Hilfe, geh (virtuell) in Gemeinschaft und schau, wer oder was die weiterhilft und wo du dich einbringen kannst.

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